Einige wichtige Dinge über die Leo´s
Wenn andere müde werden, kommen die nachtaktiven Leopardgeckos aus ihrem Versteck.
Bei der Haltung im Terrarium kommt es durchaus vor, dass man seine Lieblinge auch mal tagsüber zu Gesicht bekommt, vorallem wenn sich Menschen in der Nähe befinden, immer in der Hoffnung das es etwas zu fressen gibt.
Auch verlassen sie tagsüber ihr Versteck um zu koten, da Leopardgeckos reinliche Tiere sind. Meist erleichtet sich die ganze Gruppe an einer Stelle. Häufig benutzen Sie dafür eine Ecke die etwas höher gelegen ist.

Leo´s sind keine Kuscheltiere. Daher eignen sie sich nicht für Menschen die mit ihren Tieren spielen möchten, wer aber gern beobachtet, der kommt voll uns ganz auf seine Kosten, allein die Fütterung ist ein Faszination.
Dennoch werden Leopardgeckos zahm, wenn man zu Anfang die Hand ins Terrarium legt und still liegen lässt, besteht die Chance das die Leo´s sich auch nach einiger Zeit nähern und am Ende soger auf die Hand klettern.
Die meisten ´leos werden zutraulich, schon einige Wochen nach dem Kauf, werden sie an der Scheibe stehen und betteln um Futter, sobald sich jemand dem Terrarium nähert. Die meisten werden soger handzahm. Wie überall gibt es Exemplare die legen ihre Scheu sehr schnell ab, andererseit gibt es auch Leo´s bei denen es Monate dauern kann, aber mit viel Geduld wird sich auch das irgendwann ändern, da wie bekannt , die Leopardgeckos ausgesprochen neugierig sind.

Um viele ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben zu können, sind die Terrariengröße , der Standort, die Einrichtung sowie die Beleuchtung grundlegende Faktoren.
Das Terrarium sollte nicht einfach auf dem Boden stehen, um Zugluft zu vermeiden.Auch reagieren Leo´sehr sensibel auf Erschütterungen.Auch Sonnenstrahlen die auf das Terrarium treffen, können dieses in kurzer Zeit sehr aufheizen.
Als Grundregel sollte man sich vor Augen führen, je größer das Terrarium desto besser für die Tiere. Wenn das Terrarium zu klein ist, wird ein ausgewachsenes Tier in kurzer Zeit derart inaktiv, das es kaum noch sein Versteck verlassen wird.
Wichtig sind viele Versteckmöglichkeiten und ein großer Aktivitätsraum. Kleine Terrarien zu wählen, mit der Begründung die Tiere oft zu sehen oder sie zu beobachten, hat nichts mit artgerechter Haltung zu tun. Gönnen Sie ihren Süßen ein wohl dimensioniertes und attraktives Terrarium .

Leo´s stellen keine hohen Anforderungen an die Beleuchtungsintensität. Bei ausreichender Ergänzung der Ernährung durch Mineral-Vitamin-Präparaten ist eine Bestrahlung mit UV bei Leopardgeckos nicht notwendig.
Heizkabel und -matten dürfen nur ein Drittel des Terrariums einnehmen, damit sich auch die Leo´s in kühlere Regionen zurückziehen können. Werden Strahler im Terrarium installiert, wichtig das diese nicht erreichbar bzw. gut geschütz sind.
Leopardgeckos sind poikilotherm, also wechselwarm. Sie sind nicht in der Lage die für ihren Stoffwechsel notwendige Körpertemperatur selbst zu produzieren, sonern sind auf Umgebungstemperaturen angewiesen.
Die Lufttemperatur sollte tagsüber ca. 28 Grad und an den Wärmeinseln ca. 40 Grad betragen. Nachts lässt man alles auf Zimmertemperatur absinken ca. 18 - 22 Grad. Die Beleuchtungsdauer sollten schon 12 Stunden betragen. Zu den wichtigsten Hilfsmittel gehören Zeitschaltuhren um die Beleuchtung im Terrarium zu regeln. Die Luftfeuchte ca. 30 - 50 %, also ehr trocken, jedoch sollte man einmal täglich einen Teil des Terrariums mit lauwarmen Wasser besprühen.

Den Bodengrund sollte man mit Betacht auswählen, er sollte nicht zu fein sein aber auch keine spitzen Steine enthalten.
Um Mineralien aufzunehmen, fressen die Leo´s hin und wieder Bodengrund, dies kann zu Verstopfungen führen und auch tödlich enden. Bei ausreichender Versorgung mit Mineralien tritt dies jedoch kaum auf. Man darf nur naturbelassene Materialien verwenden die nicht die Gesunheit gefährden.
Es werden schon mehrere Bodensubstrate in verschiedenen Farben und Eigenschaften angeboten. Alle im trockenen Zustand stabil bleibenden Sande sind prinzipiell geeignet. Man sollte Produkte mit abgerundetem Material ohne Geschmackstoff verwenden.

Geckos verbringen sehr viel Zeit in den Höhlen. Die Leo´s bevorzugen eindeutig Höhlen, in die sie gerade so hineinpassen, sie sollte zumindest mit ihrem Rücken Kontakt zur Decke haben , damit sie sich sicher fühlen. Man sollte unterschiedliche große Höhlen einbringen, die dem Gecko ermöglichen, allein zu liegen oder aber gemeinsam zu nutzen. Komplizierte Verstecke die nicht geöffnet werden können, sind ungeeignet. Der Zugang zu den Verstecken sollte ebenfalls klein ,aber auch für trächtige Weibchen noch zugänglich sein.
Es werden mittlerweile Höhlen angeboten, deren Wohnbereich im Inneren des Terrariums angebracht wird und deren zweite Hälfte an der Terrarienscheibe von außen mittels Magneten festgehalten wird. Sie werden von den meisten Leo´s gern angenommen und erlauben eine Kontrolle ohne die Tiere besonders zu stören müssen.
Auch sehr zu empfehlen , feuchte Behälter ganzjährig aufzustellen, die Tiere verbringen erstaunlich viel Zeit darin und Häutungsprobleme treten dann fast nie auf.

Die Vergesellschaftung ist bei Leopardgeckos, mit anderen Arten, nahezu unmöglich. Leo´s sind untereinander meist sehr verträglich und teilen sich soger Versteckplätze.
Wenn man mehrere Tiere halten möchte, sollte man also nur Weibchen pflegen oder zu einem Männchen mindestens zwei, empfehlenswerter Weise aber eher drei, vier oder mehr Weibchen. Dies ist für die Gesundheit der Weibchen sehr wichtig.
Einzelne Männchen können scheinbar bis zu hundert Weibchen problemlos befruchten, daraus wird ersichtlich niemals nur mit einem Weibchen halten sollte, da es zu sehr bedrängt würde.
Auch wenn es selten ist,kann es passieren das sich Weibchen untereinander nicht verstehen. Dann ist es wichtig viele Höhlen oder Versteckmöglichkeiten anzubieten und wenn sich das Verhalten nicht ändert sollte man die Tiere trennen.

Im Freiland ernähren sich Loepardgeckos überwiegend von Wirbellosen, wie Heuschrecken, Grillen, Käfern, Libellen, Ameisenlöwen, Skorpionen. Die Auswahl verschiedener Futtertiere steht einem bei der Terrarienhaltung nicht zur Verfügung.Trotzallem werden heute schon zahlreiche Futtertiere angeboten.
Man sollte immer versuchen die Vielfalt der Futtertiere groß und die Ernährung abwechslungsreich zu gestalten.
Um sie Ernährungsphysiologisch aufzuwerten, sollten man die Futterinsekten ein bis zwei Tage vor dem Verfüttern mit hochwertigen Futter und Feuchtigkeit versorgen.
Nahezu ,fast, alle Futtertiere nehmen gern Fischfutter, kleine Obststücken oder Gemüse wie Apfel, Karotte oder ähnliches an. Im Handel bekommt man auch Fertigfuttermischungen für einzelne Futtertierarten angeboten.
Wer anfangs Probleme mit der Fütterung der fluchtbereiten Tiere hat, kann sie vor dem Umgang kurz in den Kühlschrank stellen und sie werden ihre Bewegungen verlangsamen und man kann sie einfach und fast problemlos mit einer Pinzette entnehmen.

An der dicke des Schwanzes, der als Energiespeicher dient, kann man den Ernährungszustand der Tiere erkennen.Bei gutem Ernährungszustand ist es völlig ausreichend, wenn man die ausgewachsenen Leos ein bis dreimal die Woche füttert.
Ausnahmen bilden Jungtiere, trächtige Weibchen und kranke Tiere, die häufiger gefüttert werden.
Nach Möglichkeit sollte immer nur soviel gefüttert werden, wie die Geckos innerhalb kurzer Zeit fressen.
Noch ein Tipp, heben Sie ab und zu die Steine oder andere Dekorationsgegenstände hoch, häufig verstecken sich darunter noch größere Mengen Grillen oder Heimchen.
Paarung und Eiablage der Leopardgecko.
Die Paarungszeit der Leos ist in der Regel von März bis September. Generell sollte man nur gesunde Tiere zur Zucht verwenden.
Das Männchen nähert sich dem Weibchen, auch wenn das Weibchen versucht zu flüchten, wird es im Terrarium kaum gelingen, denn das Männchen wird es hartnäckig verfolgen.
Um es festzuhalten, beisst er das Weibchen häufiger in den Nacken.
Ist die Paarung erfolgreich verlaufen, kann man es nach ca. 14 Tagen sehen. Das Verhalten der Leodamen ändert sich, sie werden aggressiver .
Darüberhinaus haben sie einen verstärkten Appetit und sollten nun soviel Futter bekommen wie sie vertragen können, das natürlich mit Mineralien gut versorgt werden sollte.
Ansonsten brauchen die Weibchen in der Zeit der Trächtigkeit viel Ruhe.
Sollten die Paare mal nicht zur Sache kommen, kann man die Geschlechter für kurze Zeit trennen. Häufig kommt es dann beim Wiedersehen sofort zum Verkehr.
Die Tragedauer beträgt drei bis vier Wochen. Kurz vor der Ablage ändert sich das Verhalten der Weibchen nochmals, jetzt wird das Weibchen dem Männchen gegenüber aggressiver.
Noch ein paar Anmerkungen zur Eiablage, ein bis zwei Tage vor der Eiablage werden die Weibchen nervös und wühlen im Boden herum, suchen nach einer geeigneten Ablagestelle.
Diese muß vorhanden sein , denn das Fehlen einer geeigneten Stelle kann zu Legenot führen und damit zum Tode des trächtigen Tieres.
Es benötigt eine feuchte,warme Stelle, in der es leicht graben kann. Die erforderliche Temperatur liegt bei 25 -30 Grad.
Am besten eignen sich Ablageboxen im Terrarium, die unverschlossen bleiben und das Substrat mäßig feucht.
Hat die Leomama ihre Eier gelegt und eingegraben, wird sie noch in den nächsten zwei Tagen ihr Gelege behüten.
Aber meist folgt schon die nächste Paarung. Leos paaren sich über Monate mehrmals nacheinander, hinzu kommt das Leos die Spermien speichern können und somit auch ohne erneute Paarung , befruchtete Gelege abgelegt werden können.

Hier die genaue Ansicht der Geschlechtsunterschiede
Male = Männchen
- größere Präanalporen
- größere krätigere Gestalt mit breitem Kopf und Nacken
- Hemipenis vorhanden

Female = Weibchen
- kleiner Präanalpore als beim Männchen
- kleiner Gestalt mit schmalerem Kopf und Nacken
